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FANG JINGHUI IN 1992

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Ausstellungseröffnung:

Samstag, 06. April 2019, 17:00 Uhr



Eröffnungsredner:

Chen Jianyang
Botschaftsrat für Kultur der chinesischen Botschaft, Berlin


Ren Rong

Kunstraum Villa Friede


Fang Jingui
Künstler

 

Li Zhenhua & Prof. Dr. Dieter Ronte

Kuratoren
 


Der Künstler war anwesend.

 


Ausstellungsdauer: 06. April - 11. Mai 2019

Fang Jinghui, 1992

Fang Jinghui, 2019

FANG JINGHUI

„Groß und umfassend ist wahrlich die Wirkkraft der schöpferischen Grundlage. Alle Dinge und alle Wesen entstehen aus ihr, und so bildet sie die Ganzheit der Natur.“ (I Ging, Das Buch Der Wandlungen, 1.).

 

Fang Jinghui wurde 1967 in Guangdong Provinz geboren. Er lebt und arbeitet nach seinem Studium am Pekinger Institut für Mode Technik bis 1962 in Peking.

 1992 beschäftigen den Modemacher und Fotografen Überlegungen zur konzeptionellen Kunst, zur Performance und natürlich der Mode Kultur. Er überlegt neue Visionen und Optionen, die er 1994 in einer zweiten konzeptuellen Performance in der Poly Mansion in Peking mit dem Titel „94 Fang Jinghui Fashion Art Exhibition“ unter Beteilung des Publikums durchführte.

Mit der Performance und daraus entwickelten, und heute neu im großen Format  durch moderne digitale Technik entwickelten Schwarz-Weiss-Fotos führt er als Künstler in der internationalen Szene einen neuen und ungewöhnlichen Dialog zwischen Modeschau und bildender Kunst, zumal er als Künstler die Kleider auch selbst entworfen hat. Er erinnert an den deutschen Modemacher Karl Lagerfeld in Paris, der auch als Fotograf berühmt geworden ist, allerdings mit Fotografien, die sich meist jenseits der Modeschauen bewegen. Aber folgendem Satz von Karl Lagerfeld kann Fang sicherlich zustimmen: „Heute ist Fotografie ein Teil meines Lebens. Es schließt den Kreis meiner künstlerischen und beruflichen Unruhe“

( Kat.: K.L. Bonn1989, p.19).

Die Kleider auf den Fotos von Fang taugen nicht für den Alltag oder eine Gala, sie sind Kunstkleider, auf kurze Zeit zu tragende und vorzustellende Kunstwerke, die einen außerordentlichen Bezug auf die Körperlichkeit der Modelle legen, die die erotischen Momente betonen, ohne sie in einen Selbstwert umschlagen zu lassen. Trotzdem sind diese Versuche der Erotik in der Kunst damals eine gewagte Konzeption, da in China aus der Öffentlichkeit alles, was mit Erotik oder gar Sexualität sich beschäftigte in dem Land der ein Kind-Politik nicht gerne gesehen wurde. Zugleich aber ist es ein Rückgriff auf alte chinesische Traditionen. Den in vielen Kunstwerken der chinesischen Tradition gibt es unendlich viele Beispiele, die sich mit überzeugender Freude den menschlichen Bedürfnissen und Regungen beschäftigten.

In den Fotos wird der weibliche Körper zur versteckten indirekten Kritik an herrschenden gesellschaftlichen Normen, wird er zu einem starken Flüstern in einer Kunstszene, die langsam beginnt sich zu öffnen und den internationalen Dialog sucht. Die Modelle, einzeln oder in Gruppen, ganzkörperlich oder in Details, stecken in transparenten, wie geflochtenen Käfigen, die bedecken und einsehen zugleich. Der Einblick wird durch den erfassten Moment des Fotos fixiert und dadurch noch verdeutlicht. Die Kleider und die Accessoires wirken ebenso wie die Schattenwürfe als Erinnerung an die Tuschmalerei, deren Abstraktionen durch parallele, kalligraphische Linienführungen.

Dieter Ronte

(Zitat aus Dieter Rontes Abschrift zu Fang Jinghui, Januar 2019)

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Video der Ausstellung:

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